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Zuhause – ist der gefährlichste Ort!

Zuhause ist man doch am sichersten? Das ist leider ein Irrtum. Allein im Jahr 2019, also noch vor Corona, starben laut Statistischem Bundesamt 12.436 Menschen bei häuslichen Unfällen. Das sind viermal mehr Menschen, als im Straßenverkehr ums Leben kamen. Ein wichtiger Grund: Viele Häuser sind nicht altersgerecht. 

„Zuhause ist der gefährlichste Ort“ – mit einem solchen Slogan wirbt ein großer deutscher Versicherer für seine private Unfallversicherung. Und dass dies keine Übertreibung ist, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. 12.436 Menschen starben demnach bei sogenannten häuslichen Unfällen: stark vereinfacht Unfälle, die sich im Privathaushalt, dem heimischen Garten oder in der Garage ereignen. Zum Vergleich: Das sind viermal so viel Menschen, wie im Straßenverkehr ihr Leben verloren. Mehr als 200.000 Personen verletzten sich zum Teil schwer.

Das hat paradoxerweise auch damit zu tun, dass die Deutschen immer älter werden. Denn mehr als die Hälfte der tödlich Verunfallten (6.442 Personen bzw. 51,8 Prozent) gehören der Generation „85 Jahre und älter“ an. Weitere 30,65 Prozent bzw. 3.812 Verunglückte zählten darüber hinaus zur Alterskohorte 75 bis 85 Jahre. Das bedeutet: Mehr als acht von zehn Menschen, die im Haushalt bei einem Unfall ihr Leben verlieren, sind Senioren ab 75! 

Damit zeigt sich: Stürze sind eine wichtige Ursache. Fast 9.000 über 75-Jährige starben nach einem Sturz, wie eine Auswertung des Portals „Aktion Das sichere Haus“ (DSH) ergab. Aber nicht allein: andere Risikofaktoren, die auch oft zu schweren Verletzungen führen, sind zum Beispiel der nicht sachgemäße Umgang mit Elektrogeräten, etwa dem Herd, Toaster oder dem Föhn. Oder Unfälle, die sich beim Heimwerken oder beim Gärtnern ereignen – speziell im Herbst oder nach Regen, wenn der Rasen bzw. das Laub glatt sind. Entsprechend gilt es, hier Vorsicht walten zu lassen. 

Wichtig: für Seniorinnen und Senioren hat Unfallschutz in den eigenen vier Wänden höchste Priorität. Dazu gehört es zum Beispiel, sich bei einem etwaigen Umzug oder Hausbau schon vor Erreichen des Rentenalters Gedanken zu machen, ob das Haus oder die Wohnung auch altersgerecht ist. Zumindest im Rahmen der Möglichkeiten: Ein Fachmann berät, was etwa beim Umbau von Altbauwohnungen möglich ist. 

Steile Treppen und hohe Stufen, enge Türen, Schwellen im Eingangsbereich etc. sind hier echte Risikofaktoren, die es zu beseitigen gilt. Auch der Arbeitsbereich in der Küche sowie das Bad sollten möglichst barrierefrei sein. Orientierung schafft unter anderem die DIN-Norm 18040-2. Und auch im Seniorenalter gilt: Muskelaufbau und Sport, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, können das Risiko von Unfällen reduzieren.

Schutz vor Stürzen bietet die private Unfallversicherung. Und auch die Absicherung für den Pflegefall ist wichtig: nicht selten führt ein Sturz dazu, dass man dauerhaft betreut werden muss. Entsprechend bietet eine Pflegezusatzversicherung zusätzliche Sicherheit. In den Verträgen sollte auch auf zusätzliche Assistance-Leistungen geachtet werden: etwa, in welchem Umfang nach dem Unfall auch ein Essensdienst bezahlt wird, ein Notruf installiert oder der Umbau unterstützt. 

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